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...... dass die Bundesbürger jährlich ca. 4% des Neuwertes ihres Fahrzeuges in Wartungs- und Reparaturarbeiten stecken, jedoch für ihr Haus oft gar keine Instandhaltungsrücklagen bilden.

Kaputtsaniert ! Oder wenn "Bruder Baumarkt" Heimwerker an die Hand nimmt ...

Kaputtsanieren, das ist auch ein Markenzeichen findiger Heimwerker, die am Wochenende Ihre Dienste anbieten. Hinter "Moderne Bauelemente", sowie “Hausmeisterservice“ und "Montagefirma" versteckt sich fast immer der Hinweis: Hier sind keine gelernten Handwerker dabei.

Die entstehenden Schäden die durch falsche und fachlich unkorrekte Sanierungsarbeiten durch Heimwerker
entstehen, gehen mittlerweile in die Milliarden. Die soziale Not, die dadurch entsteht, ist jedoch in Zahlen gar nicht darstellbar. Oft wird das frisch renovierte Traumhaus aus den 20er Jahren schon nach kurzer Zeit unbewohnbar,
obwohl der Baumarktverkäufer alles genau erklärt hat.

Schimmelpilze bevölkern das Kinderzimmer, der Keller riecht nach Moder und die Fußleisten im Wohnzimmer beginnen zu verfaulen. Die Bewohner werden krank. Finanzielle Mittel zu einer “Sanierung der Sanierung“ sind nicht mehr vorhanden. Das Haus muss mit großen Verlusten verkauft werden. Existenzen werden zerstört.

Zu drastisch? Nein ! Dies gehört leider fast zum Alltag des Bausachverständigen.

Unser Tip:

  • Schon vor dem Hauskauf einen Fachmann hinzuziehen.
  • Einen Bauleiter mit Sanierungserfahrung hinzuziehen.
  • Eigenleistung nur mit Fachberatung beziehungsweise Fachaufsicht (Architekt/Gutachter)
  • Nur qualifizierte Firmen mit der Sanierung beauftragen.
  • Von Bauleiter und/oder Architekt und den Fachfirmen Referenzen vorlegen lassen.



Mindestens 40% aller Grundstücksentwässerungen und Grundleitungen sind nach Einschätzung von Experten beschädigt!

Um Boden und Gewässer vor schädlichen Verunreinigungen nachhaltig zu schützen, schreibt der Gesetzgeber vor, dass Abwasserkanäle und Grundleitungen dicht sein müssen.
Man geht davon aus, dass ca. 20 % der gesamten häuslichen Abwässer auf ihrem Weg vom Privathaus bis zum Eintritt in die Kläranlage versickern und somit Grundwasser und Boden verschmutzen. In Zahlen ausgedrückt bedeutet dies, dass bei einer normalen 10-Liter-Toilettenspülung ca. 2 Liter des Schmutzwassers durch undichte Kanäle ins Erdreich gelangen.

Mit der „Richtlinie des Europäischen Rates vom 21. Mai 1991 über die Behandlung von kommunalem Abwasser“, der sog. Abwasserrichtlinie (91/271/EWG) [1], haben sich die Mitgliedsstaaten dazu verpflichtet, bestimmte Anforderungen an das „Sammeln, Behandeln und Einleiten von kommunalem Abwasser und das Behandeln und Einleiten von Abwasser bestimmter Industriebranchen“ in der Europäischen Gemeinschaft einzuhalten.
Alle Grundstückseigentümer sind nun gesetzlich dazu verpflichtet worden, Grundleitungen und Anschlusskanäle innerhalb eines privaten Grundstückes bis zum 31.12.2015 zu überprüfen und gegeben Falles sanieren zu lassen.

Bundesweit entscheidend ist für private Grundstückseigentümer § 18 b des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG) in Verbindung mit DIN 1986-30. Demnach ist eine Dichtheits-Erstprüfung sämtlicher Grundstücksent-wässerungsleitungen und Schächte bis spätestens 31. Dezember 2015 durchzuführen.

§ 18 Abs. I des WHG (Wasserhaushaltsgesetzes) gibt vor, dass Abwasser nur so beseitigt werden darf, dass das Wohl der Allgemeinheit nicht beeinträchtigt wird. Das Einleiten der Abwässer in das Grundwasser ist nach § 34, Abs. 1 WHG nicht erlaubt, wenn eine negative Veränderung der Eigenschaft des Grundwassers, sprich eine Verunreinigung, vorherzusehen ist.

Ob privater Grundstücksbesitzer oder abwasserbeseitigungspflichtige Kommune, nach § 18 Abs. 1 WHG haben beide dafür zu sorgen, dass für den Betrieb der Kanalisation ihre Abwasseranlagen in einem einwandfreien und ordnungs-gemäßen Zustand arbeiten.


Zu Deutsch bedeutet dies:
Wer bis 2015 keine Überprüfung durchgeführt hat macht sich strafbar, da er spätestens ab diesem Zeitpunkt
im Zuge der Eigenkontrolle über den Zustand seines Kanals informiert sein müsste.

Typische Rohrschäden:

  • Lageveränderungen und somit Rohrversätze an den Muffen
  • Undichte, bis hin zu offen stehenden Rohrverbindungen
  • Fehlende oder verrottete Dichtungsringe zwischen den Rohren
  • Wurzeleinwüchse
  • Scherbenbildungen sowie Rohrbrüche
  • Abflusshindernisse durch ausgebrochene Scherben oder sonstige einragende Fremdkörper
  • Quer-/, Längs-/ und Rundrisse



Die durchschnittliche Anzahl festgestellter Mängel hat von 2003 bis 2007 um 102 % zugenommen.

Oft geschieht Unvorhersehbares, es versagt die Technik, das Material oder der Mensch. Auch dann, wenn alles gewissenhaft geplant und vorbereitet wurde. Glücklicherweise können die meisten Baumängel heute problemlos behoben werden, wenn Sie rechtzeitig erkannt und die Ursachen ermittelbar sind. Baumängel sind immer mit Ärger, unnötigen Auseinandersetzungen und zusätzlichen Kosten verbunden. Daher hat grundsätzlich niemand Interesse daran, Baumängel zu fabrizieren. Dennoch entstehen sie. Die Gründe und Ursachen für ihre Entstehung sind häufig jeder Baufirma, jedem Architekten und auch jedem Fachingenieur bekannt.

Daten über Größenordnung, Art und Verteilung von Baumängel an Wohnimmobilien in Deutschland sind von der DEKRA veröffentlicht worden. Die DEKRA Real Estate Expertise verfügt über gesicherte Daten und legt nun im zweiten Jahr den DEKRA-Bericht zu Baumängeln an Wohngebäuden vor. Für die Studie wurden insgesamt 50 abgeschlossene Zertifizierungsaufträge "Qualität am Bau" mit mehr als 189 Baustellenbesuchen im Hinblick auf die dokumentierten Mängel ausgewertet. Die Aufträge betrafen im Wesentlichen neu zu erstellende Wohnimmobilien und stammen aus den Jahren 2006 und 2007. Im Bewertungszeitraum wurden durchschnittlich rund 32 Mängel pro Projekt festgestellt. Die klassischen Baugewerke verursachten die meisten Mängel. Knapp 56 % der Mängel wurden bereits vor der Schlussbegehung festgestellt und der bautechnische Ausbau lag mit rund 37 % der Mängel in der Auswertung vorn.

Pfusch entsteht, weil die Möglichkeiten hierfür leider so zahlreich vorhanden sind. Das Hauptproblem, weshalb Baumängel bzw. Pfusch überhaupt entstehen, liegt in der meist unzureichenden Kontrolle und Prüfung der ausgeführten Bauleistungen, einerseits durch die Baufirmen selbst, andererseits auch durch den beauftragten Objektüberwacher. Ein weiteres Problem ist die mangelhafte Kommunikation zwischen den Beteiligten. Hier sind akribisch aufeinander abgestimmte Gesamtkonzepte erforderlich. Ein drittes Problem stellt auch der Preisverfall für fast alle Bauleistungen dar. Das beste Kontrollsystem kann nicht funktionieren, wenn eine ordentliche Arbeit aus Kostengründen eigentlich gar nicht geleistet werden kann. Fachkräfte werden durch angelernte Arbeiter aus dem ehemaligen Ostblock ersetzt. Die Qualität sinkt. Die Mängelhäufigkeit steigt. Wem nützen Terminpläne und perfekte Bau- und Leistungsbeschreibungen, wenn die Bauleistungen nicht exakt, zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle ausgeführt, koordiniert und überwacht werden. Technik und Material versagen in der Praxis gar nicht so oft, wer versagt, sind die beteiligten Menschen.

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